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Den Boden verstehen - die Bioland-Weiterbildung zum Bodenpraktiker

Gesunde Lebensmittel wachsen in gesundem Boden. Aber immer mehr Boden wird verdichtet, versiegelt oder vergiftet. Dabei ist unser Boden eine wertvolle Ressource und seine Gesundheit Grundlage für eine langfristig erfolgreiche Bewirtschaftung. Deswegen kann es nie genug Experten für eine nachhaltige Bodenbewirtschaftung geben – die Bioland-Weiterbildung zum Bodenpraktiker bildet eben solche aus. Im Januar ist der nächste Jahrgang in die Weiterbildung gestartet. Wir haben nachgefragt, was dahintersteckt.

Warum das Thema Boden wichtig ist

„Für mich ist der Boden sehr wertvoll, unsere Grundlage für gesundes Essen. Wenn man mit dem Auto übers Land fährt und Felder sieht, auf denen das Wasser steht oder Erosion sichtbar ist, tut mir das immer weh, weil ich weiß, dass es auch anders geht“, so Michaela Braun, Bioland Beraterin, Mitorganisatorin der Weiterbildung und selber Bodenpraktikerin.
Doch was macht unseren Boden so wertvoll? Wie können wir den Boden schützen? Der Boden ist die Grundlage unseres Lebens, der Landwirtschaft, unserer Ernährung. Böden liefern Lebensmittel, binden Kohlenstoff, sind Lebensraum vieler Tiere und speichern Wasser. Das Bewusstsein für die Bedeutung unseres Bodens und die Fähigkeiten einer nachhaltigen Bewirtschaftung zu erhöhen, sind die Ziele der Weiterbildung zum Bodenpraktiker. Es gibt viele Beispiele für die Wichtigkeit des Bodens. "Auch für uns sind gesunde Böden und ein achtsamer Umgang damit die Grundvoraussetzungen für hochwertige Lebensmittel, wie Braurohstoffe. Durch den Biolandbau schonen die Bauern zudem das Grundwasser, das ein wichtiger Rohstoff für unsere Getränke ist“, so Susanne Horn.

 

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Grundlage für die nächste Generation

„Ich will meinen Boden in besserem Zustand an meine Kinder bzw. die nächste Generation weitergeben“, eines der Ziele der Teilnehmer und der Grundgedanke von Nachhaltigkeit. Und um dieses Ziel zu erreichen, wird den angehenden Bodenpraktikern das nötige Handwerkszeug an die Hand gegeben. Die Teilnehmer erhalten Know-how in den Bereichen Bodenbewirtschaftung und Bodenfruchtbarkeit, das sie in der Praxis einsetzen können. Das Wissen, das von Bodenexperten aus Wissenschaft, Beratung und Praxis vermittelt wird, wird in Praxiseinheiten eingeübt. Selbst den Boden analysieren, bewerten und die richtigen Maßnahmen zur Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit einleiten – für ausgebildete Bodenpraktiker kein Problem! Und so können sie „mehr verstehen und ein Gefühl dafür entwickeln, was meinem Boden gut tut und was nicht.“

Zu viel Wissen gibt es nicht

„Ich will einen ausführlicheren Blick für den Boden bekommen, als ich ihn durch meine Ausbildung vermittelt bekommen habe“, ein weiteres Anliegen der diesjährigen Teilnehmer. Denn in der Ausbildung zum Landwirt, aber auch im Agrarstudium, kommt das Thema Bodenfruchtbarkeit oftmals zu kurz. Deswegen wird die Weiterbildung super angenommen.
Und mit den richtigen Präsentationstechniken ausgestattet, können die Bodenpraktiker ihr Wissen jederzeit kompetent an Interessierte weitergeben. Denn es ist wichtig Experten zu haben, die sich mit dem Thema Boden, Bodenfruchtbarkeit und Bodenbewirtschaftung auskennen. Und dieses Wissen zum einen auf ihrem Betrieb einsetzen, zum anderen Freude daran haben, es zu verbreiten. Auch Michaela Braun ist begeistert von der Motivation der Teilnehmer: „Es ist jedes Jahr ein richtiges Ausbildungsteam, das sich gegenseitig weiterhilft und Erfahrungen austauscht. Schön ist es auch, dass die Ökonomie erst mal überhaupt keine Rolle spielt, sondern es nur darum geht, den Boden zu verstehen.“

Die Unterstützung der Bioland-Weiterbildung zum Bodenpraktiker liegt uns am Herzen, denn ein guter Zustand der Böden ist zu wichtig, um sich nicht zu kümmern. Wir wünschen allen diesjährigen Teilnehmern viel Spaß und Erfolg!

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