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Mit einem Familienfest für die Ernte danken

Für die Ernte danken – die Erklärung für den Grund des Erntedankfestes ist schon im Namen versteckt. Seit den 1980er Jahren feiern wir bei der Neumarkter Lammsbräu ein Erntedankfest.  Der Grund es zu veranstalten ist heute wie damals der selbe: Wir sind dankbar für eine gute Ernte, weil wir daraus ein gutes Bier brauen können. Hier verraten wir euch, wie die Idee eines Lammsbräu-Erntedankfestes entstanden ist und wie wir es, mit jedem der Lust hat dabei zu sein, feiern. 

Die Idee eines Lammsbräu Erntedankfestes

erntedank sus 6.jpgErntedank 1994 - 8.jpgerntedank

 

Zu Beginn fand unser Erntedankfest nur in den zwei Jahren statt in denen wir das JURA-Volksfest in Neumarkt nicht beliefert haben. Es gab also immer ein Jahr Pause. Heute feiern wir jedes Jahr unser Erntedankfest. Doch wie ist die Idee entstanden?

„Das war eine Initiative und Idee meiner Frau“, erzählt Dr. Franz Ehrnsperger, „Denn bis dahin hatten wir nur ein oder zwei Mal einen Tag der offenen Tür gemacht und die waren sehr steril und herzlos. Das ist nicht das gewesen, was uns eigentlich ausmacht. Und dann hat meine Frau gesagt, wir sind so nah an der Natur dran: Wir haben unsere eigene Mälzerei, wir kaufen direkt von den Bauern das Getreide. Da bietet es sich doch an, dass wir ein Erntedankfest feiern.“ Insbesondere deswegen, weil die Beziehung zum Wetter für eine Brauerei immer ambivalent ist. Wenn das Wetter schön und heiß ist, freut man sich, dass das Biergeschäft gut geht. Gleichzeitig schwingt die Angst mit, keine gute Gerste zu bekommen und auch der Hopfen braucht ausreichend Wasser in dieser Zeit. Wenn das Wetter eher durchwachsen ist, ärgert man sich darüber, dass es einem die Feste verregnet und der Bierabsatz stagniert. Dafür sind es ideale Bedingungen für das Getreide. Somit ist es am Besten, sich zu freuen, wenn es eine gute Ernte gegeben hat und alles andere außen vor zulassen. Denn ohne eine gute Ernte, kein gutes Bier.


Jahre mit schlechter Ernte

Jahre, in denen die Ernte schlecht ausfällt, machen bewusst, wie abhängig wir Menschen von der Natur und ihren Gegebenheiten sind. Dr. Franz Ehrnsperger erinnert sich gut an das Jahr 1976. „1976 war ein ganz starkes Trockenjahr. Da hatten wir nicht genügend Braugerste aus der Region und mussten aus Norddeutschland Wintergerste verwenden. Hier haben wir erstmals, und auch letztmals, Wintergerste verarbeitet – und das Bier hat nicht geschmeckt.“ Das Beispiel macht deutlich wie wichtig die Rohstoffqualität für die Qualität des Bieres ist. In einigen Jahren gab es auch eine nasse Ernte. Das bedeutet, dass das Getreide getrocknet werden musste, bevor es verarbeitet wird. Oftmals war in diesen Jahren die Rohstoffqualität ebenfalls geringer.

„Während der starken Trockenjahren, die jetzt schon 10 Jahre und länger bemerkbar sind - 2003, 2006, 2013 und die letzten Jahre auch – hatten wir dank der Umstellung auf Bio-Landbau nicht so viele Probleme. Die Bio-Böden halten das Wasser besser und damit kann die Gerste sauber ausreifen und wir haben keine Schmachtkörner – wie das im konventionellen Landbau in diesen Jahren immer der Fall war. Wir haben auch von den Kornerträgen her immer volle Ernten bekommen, wohingegen die konventionellen schlechte Kornerträge hatten“, so Dr. Ehrnsperger. Der Begriff ‚Schmachtkorn‘ oder auch ‚Kümmerkorn‘ bezeichnet Getreidekörner, die nicht voll ausgebildet sind.

 

So feiert man Erntedank bei der Neumarkter Lammsbräu

Erntedank 1994

Erntedank1988

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Alle helfen zusammen

Das Erntedankfest der Neumarkter Lammsbräu war von Anfang an ein Fest mit sehr viel persönlichem Engagement. Neben der Inhaberfamilie waren und sind alle Mitarbeiter mit viel Begeisterung dabei. So wurde nie Fremdpersonal eingesetzt. „Wir haben das immer mit eigenen Leuten gemacht.“, erzählt Dr. Ehrnsperger stolz, „Es war und ist immer Ehrensache, dass unsere Mitarbeiter am Erntedankfest für die Brauerei gearbeitet haben. Das ist etwas, was uns auszeichnet. Das kriegen nicht alle hin, dass die Mitarbeiter so hinter der Brauerei stehen. Das haben meine Frau und ich immer sehr geschätzt. Die Begeisterung mitzuhelfen ist nie abgeflaut. Ich weiß, dass es nicht ganz einfach ist, jedes Jahr wieder neue Begeisterung zu schaffen. Aber es klappt immer wieder. Und das ist eine Einzigartigkeit die wir haben.“ Seit 1990 bereichert zusätzlich die Schäffler-Tanzgruppe das Erntedankfest, die aus der Mitte der Lammsbräu heraus entstand, und mit ihren Tänzen, Trachten und Tanzbögen begeistert.

Schaefflertanzgruppe

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Erntedank 1994 - 10.jpgDer Schmuck, die Stände und das Essen

Das Festzelt ist von jeher üppig geschmückt mit Sonnenblumen, Getreideährenbüscheln und der Erntekrone. Für das leibliche Wohl wird mit verschiedenen kulinarischen Köstlichkeiten gesorgt. Auch heute ist für jeden das Passende dabei: Egal ob man gerne Fleisch, Fisch, vegan oder Süßes isst, keiner geht hungrig vom Erntedankfest nach Hause. Neben den Getränken der Lammsbräu findet man auch immer warme Getränke, um sich, an den manchmal kalten Herbsttagen, aufzuwärmen.
Unser Lammsbräu Erntedankfest ist ein Fest für die ganze Familie. Während die Eltern gemütlich beisammen sitzen, können die Kinder sich auf der Hüpfburg austoben, Karussell fahren, sich schminken lassen oder mit herbstlichen Utensilien wie Kastanien tolle Kunstwerke basteln. Auf dem Handwerkermarkt finden Interessierte Strick- und Häkelwaren, Genähtes, Schmuck und Bilder, Kunstwerke aus Holz und anderen Materialien und vieles mehr.

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Wir freuen uns jedes Jahr wieder mit der Familie, Freunden, Bekannten, Kunden und jedem, der Spaß an einem schönen Fest hat, unser Erntedankfest zu feiern.

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