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Lebenshilfe-Schüler helfen beim Artenschutz

Im Oktober ist der Startschuss für eine ungewöhnliche Kooperation gefallen: Schüler der Lebenshilfe Neumarkt betreuen in diesem Schuljahr die Streuobstwiese der Neumarkter Lammsbräu bei Arzthofen. Damit leisten sie einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz.

Laut Cliff Rüdinger-Härlin, Leiter des Privaten Förderzentrums mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung, ist es das Ziel des Projekts, sieben Schülerinnen und Schülern der Berufsschulstufe im Rahmen der Praxistage jeden Donnerstag Einblicke in landwirtschaftliche Arbeit zu ermöglichen. Sie werden deshalb nicht nur auf der Streuobstwiese in Aktion treten, sondern auch in einer Imkerei und in einem Milchviehbetrieb mit anpacken. 


Bei ihren Einsätzen auf der Streuobstwiese der Neumarkter Lammsbräu werden die Schülerinnen und Schüler durch ihren Lehrer Christoph Lachner angeleitet, der gleichzeitig Landschaftspflegemeister ist. Darüber hinaus unterstützt Christa Englhard vom Landschaftspflegeverband Neumarkt die Gruppe mit ihrem Fachwissen.
So lernten die jungen Leute bereits beim ersten Treffen auf der Streuobstwiese jede Menge über Äpfel. Die Gruppe beschäftigte sich mit verschiedenen Apfelsorten, stellte mit der Obstpresse frischen Apfelsaft her und verglich diesen anschließend mit Säften aus dem Supermarkt, auch im Hinblick auf Inhaltsstoffe, Transportwege und Klimaschutz. Darüber hinaus erfuhren die Schülerinnen und Schüler etwas über die Bedeutung von Streuobstwiesen für Menschen, Tiere und Pflanzen.

MicrosoftTeams-image (1)Bei den künftigen Arbeitseinsätzen auf der Wiese müssen unter anderem Obstbäume und Hecken geschnitten, junge Bäume geschützt und neue Obstgehölze gepflanzt werden. Gepflegt werden auch der vorhandene Teich, das Insektenhotel sowie die Nistkästen für Fledermäuse. 
An den Praxistagen der Schüler stoßen auch Mitarbeiter der Neumarkter Lammsbräu während ihrer Arbeitszeit dazu. Denn dem Unternehmen ist laut Geschäftsführer Johannes Ehrnsperger nicht nur der Beitrag zum Artenschutz wichtig, der mit der Streuobstwiese geleistet wird; die Bio-Brauerei möchte darüber hinaus den Kontakt zwischen Menschen mit und ohne Behinderung aktiv fördern.

Die Streuobstwiese nutzt das Unternehmen seit 2013 regelmäßig für naturkundliche Projekte mit Mitarbeitern und Auszubildenden. Außerdem fanden bereits öffentliche naturkundliche Spaziergänge dort statt, um über Natur- und Artenschutz zu informieren.

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